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Menschliche Roboter: Sie sind nicht mehr nur Science-Fiction

Robotik01 Okt. 2021
Bild eines schwarzen Roboterarms
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Das Verhältnis von Rentnern zu Arbeitskräften steigt überall in der entwickelten Welt. Eine der größten Herausforderungen für die Gesundheitsplaner der kommenden Jahrzehnte besteht darin, wie man für diese immer zahlreicher werdenden Armeen von Älteren sorgen kann, ohne die Kosten explodieren zu lassen. Hier kommen die Roboter ins Spiel.   Die erste Priorität dieser Roboter wird darin bestehen, die Bedürfnisse ihrer menschlichen Schützlinge zu erkennen: Was müssen sie tun, um deren Gesundheit zu erhalten und ihre Tage angenehmer zu gestalten? Für diese wichtigen Aufgaben müssen sie mit Sensoren ausgestattet sein, die ihnen helfen, ihre Handlungswege zu bestimmen.

Sensoren verbinden Roboter mit der Welt

OMRON Corporation hat die OKAO-Vision-Sensortechnologie entwickelt, mit der die Gesten einer Person sowie die Richtung ihres Blicks bewertet werden können. Ein Paket aus Hardware und Software kann zudem den mentalen Zustand einer Person bestimmen – ob sie wütend, glücklich oder traurig ist.   Es wird ebenfalls erwartet, dass Kapazitive Berührungsdetektoren verbessert werden können, um Veränderungen der Haut zu erfassen, die einem Roboter ermöglichen, den emotionalen und physiologischen Zustand einer Person durch Berührung abzuleiten. Andere Sensoren in der Entwicklung sollen nicht nur den Druck eines Griffs eines älteren Menschen messen, sondern auch wie er sich mit der Zeit verändert. Informationen über Blutdruck- und Herzfrequenzveränderungen von tragbaren Geräten werden ebenfalls dabei helfen, dass der Roboter seine menschliche Zielperson besser bewerten kann.   Aldebaran, das Unternehmen, das Romeo entwickelt hat, hat mit Softbank zusammengearbeitet, um einen weiteren emotionslesenden Roboter namens Pepper zu bauen. Wie Romeo verwendet Pepper hauptsächlich Kameras und Tiefensensoren, um Körpersprache und Gesichtsausdrücke zu analysieren. Beide Hände von Pepper enthalten einen Berührungssensor, und der Torso verfügt über drei solcher Sensoren. Es wird erwartet, dass visuelle, Distanz- und Berührungsreize der KI im Gerät ermöglichen, leistungsstarke Einblicke in den emotionalen Zustand eines Menschen zu gewinnen.

Wie geht es weiter

Kurzfristig könnte der Mensch, der mit dem Roboter interagiert, derjenige sein, der den Sensor trägt. Forscher haben äußerst dünne Sensoren auf Basis von Kohlenstoffnanoröhren entwickelt, die extrem empfindlich selbst auf die geringste Bewegung der Haut reagieren. Software kann dann die Gesamtheit der Gesichtsbewegung entschlüsseln, um festzustellen, ob Freude, Traurigkeit oder sogar Schmerz ausgedrückt werden, und der Roboter kann durch seine KI eine angemessene Reaktion ermitteln. Mit diesen Methoden kann der Roboter einen wesentlich besseren Einblick in den emotionalen Zustand seines Schützlings gewinnen, als es anhand von kamerabasierten Hinweisen möglich wäre.   Sensoren, die Gerüche erkennen können, sind nun ein kontinuierliches Forschungsfeld. Da die erste Aufgabe, die Robotiker sich für ihre Erfindungen vorstellen, die Pflege von älteren und kranken Menschen ist, könnte dies ein wichtiges Werkzeug sein, um festzustellen, wann ein Eingreifen menschlicher medizinischer Fachkräfte erforderlich ist.   Auch wenn Roboter menschliche Betreuer, geschweige denn professionelle Krankenschwestern, in naher Zukunft nicht ersetzen werden, sind die Grundlagen gelegt. Und angesichts der derzeitigen demografischen Trends bleibt nicht mehr viel Zeit zu verlieren.

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