Schnittstellenmodule

Bei einem Schnittstellenmodul kann es sich um ein Modul handeln, das in der Fabrikautomatisierung und in industriellen Umgebungen verwendet wird, um Sensoren und Aktoren für eine speicherprogrammierbare Steuerung (SPS) eine robuste, zuverlässige Schnittstelle zu bieten. Ein Schnittstellenmodul ist in der Regel mit einem Feldbus (z.B. Profibus) oder einer industriellen Ethernet-Schnittstelle (wie Profinet) verbunden und versorgt zentralisierte oder dezentralisierte Peripheriegeräte. Oft befindet sich ein Schnittstellenmodul in einem Rack mit separater Stromversorgung und CPU-Modul. Folgende Aktoren und Sensormodule (Signalmodule) werden durch ein Schnittstellenmodul gekoppelt: Relais, Controller, Magnetventile, Temperaturfühler, Pumpen, Motoren, Motor-Controller und Lampen. Kontrollkommunikationen sind kaum anfällig gegen Rauschen, wodurch die Einheiten auch in lauten Fabrikumgebungen zuverlässig arbeiten. Sie sind (bei einem Ausfall) meist im laufenden Betrieb austauschbar und bieten neben einer benutzerfreundlichen Drahtverbindungsmöglichkeit auch Fehler- und Status-LED-Anzeigen sowie ein robustes Gehäuse, das gegen Umgebungseinflüsse und Vibrationen unempfindlich ist.

Bei Schnittstellenmodulen kann es sich auch um Module handeln, die speziell zur Verbindung nicht kompatibler Hardware oder zur Erweiterung der Kapazitäten logischer Systeme entwickelt wurden. Sie können Dioden, Sicherungen, Optokoppler, Pegelverschieber, Stromversorgungen und verschiedene andere Komponenten umfassen, um die Schnittstellenkonvertierung zu erleichtern. Evtl. müssen die Anschlüsse des einen Systems angepasst werden, um in einem anderen System verwendet zu werden. In bestimmten Fällen gibt es Schnittstellenmodule, die in DIN-Schienenmodule oder für besondere Anwendungen in der Schalttafel eingebaut werden können.

Es gibt spezielle Schnittstellenmodule für die Konvertierung zwischen Kommunikations-Bus-Standards. Diese verfügen in der Regel über Anschlüsse, die mit den Standards kompatibel sind, zwischen denen die Konvertierung erfolgt, sowie über eine spezielle Schaltung (IC) für die Konvertierung. Beispiele für gängige Typen von Konvertierungsmodulen: RS232 zu USB, JTAG zu USB und SPI zu I2C. Solche Leiterplatten für die Konvertierung findet man in Hobby-Elektronikfachgeschäften, da das Problem der Bus-Konvertierung bei der Verbindung verschiedener Systeme häufig auftritt.

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