Touch-Screen-Steuerungen

Eine Touch-Screen-Steuerungen ist ein Bauteil, das positionellen Kontaktdruck auf einer Bildschirmoberfläche erkennt. Zur Eingabe werden typischerweise Eingabestifte oder zwei oder mehr Finger verwendet. Controller übertragen Daten zwischen Verarbeitungssystemen und Touch-Screens meist im seriellen SPI- oder I2C-Format. Zu den Geräten, die mit Touch-Screen-Steuerungen arbeiten, zählen Smartphones, Touch-Screen-Bildschirme, tragbare Geräte und Tablets.

Da die Steuerungen in der Regel in tragbaren Geräten mit Akku eingesetzt werden, werden sie für einen niedrigen Energieverbrauch konzipiert. Die meisten Steuerungen unterstützen einen großen Betriebsspannungsbereich und sind so mit den meisten logischen Schnittstellen kompatibel. Für eine verbesserte Messgenauigkeit verfügen sie über eine innere Temperaturmessung sowie Spannungsreferenzen. Da sie in Geräten integriert sind, bei denen es zu Funkentladungen kommen kann, sind sie mit einem höheren Schutz vor elektrostatischer Entladung ausgestattet.

Touch-Screens können auf mehrere Weisen funktionieren. Sie können aus resistiven Feldern bestehen, wobei Druck auf eine Stelle des Bildschirms dazu führt, dass sich zwei überlagerte Schichten des Bildschirms kurzschließen. Durch Scannen von Zeilen und Spalten kann die Position des Kurzschlusses erkannt werden. Es existieren fünf gängige Touch-Screen-Technologien: 5-Draht-Touch-Screens, Surface Capacitive Touch-Screens, Projected-Capacity-Touch-Screens, Surface Acoustic Wave (SAW)-Touch-Screens und Infrarot-Touch-Screens. Hochmoderne Steuerungen unterstützen die gleichzeitige Erkennung mittels zwei Methoden, der wechselseitigen und eigenen Kapazitätsmethode, und erzielen so einen optimalen Kompromiss zwischen den Technologien für mehr Genauigkeit und Empfindlichkeit.

Die Steuerungen bieten verschiedene Technologien, die auf den unterschiedlichen Touch-Screen-Typen basieren. Grundsätzlich wird eine Spannung an eine Anordnung von Zeilen und Spalten angelegt, die den Touch-Screen bildet. Bei resistiven Touch-Screens handelt es sich bei der Spannung um Gleichspannung und bei kapazitiven Touch-Screens um Wechselspannung. Das Feld wird durch Überprüfen von Zeilen und Spalten gescannt, während diese stimuliert werden. Das Überprüfen umfasst das Erkennen der Impedanz des Stromkreises über die Spannungsamplitude auf dem Feld jeder Koordinate. Dies wird durch einen Differenzverstärker und einen Analog-Digital-Wandler erzielt (meist mit stufenweiser Annäherung). Diese Information wird zur Analyse an den Prozessor übertragen.

Touch-Screen-Steuerungen können zudem bei Verwendung eines Eingabestifts eine Eingabeunterbrechung erkennen. Dabei wird der Touch-Screen bei niedriger Akkuleistung nur dann gescannt, wenn der Stift den Bildschirm berührt.

Üblicherweise wird vom Hersteller ein Treiber bereitgestellt, um die Entwicklung zu vereinfachen. Zudem kann eine Kalibrierung erforderlich sein, um den Bildschirm mit den Touch-Screen-Koordinaten abzustimmen.

1,002

Produkte

Alle anzeigen