DSL-Router

Ein DSL-Routern ist eine Kombination aus DSL-Modem und Routern. Das DSL-Modem ermöglicht das Teilen von Breitbanddaten mit normalen Audiodiensten auf Telefonleitungen. Möglich wird dies dadurch, dass die Internetdaten mit höheren Frequenzen gesendet werden als die Audiodaten, und durch Trennung der Audio- und Datenkommunikation mit einem Leitungsfilter (DSL-Filter). Der Routern bietet Geräten in einem LAN (Local Area Network) oder WLAN (Wireless LAN) die Möglichkeit, miteinander zu kommunizieren und den Zugang zu einem Breitband-WAN (Weitverkehrsnetz) zu teilen. Bei den meisten DSL-Routern handelt es sich um ADSL-Routern (Asymmetric Digital Subscriber Line). Diese Routern werden als asymmetrisch bezeichnet, da sie die Datenübertragung für höhere Downloadgeschwindigkeiten optimieren, was jedoch zulasten der Uploadgeschwindigkeit geht. Typische Übertragungsraten von DSL-Modems reichen von 128 kbit/s bis zu 100 Mbit/s, je nachdem, auf welcher Technologie das System basiert. Durch die Kompatibilität mit bestehenden Kupfertelefonleitungen ist dies weltweit die vorherrschende Internet-Zugangstechnik. Der Router baut über die WAN-Breitband-Internetschnittstelle eine Verbindung mit Geräten und Computern des zugehörigen Local Area Networks (LAN) auf. So können die Geräte und Computer der entsprechenden Local Area Networks (sofern sie mit den LAN-Anschlüssen des Routers verbunden sind) miteinander kommunizieren. Der Router interpretiert Paketadressen und leitet diese intelligent an die mit den LANs verbundenen Zielgeräte weiter, oder über den WAN-Port von und zur Internet-Cloud. Diese Weiterleitung erfolgt durch den Vergleich der Pakete mit einer Tabelle von Verbindungsregeln (auch bezeichnet als Routingtabelle) und Routingrichtlinien. Die meisten DSL-Routern umfassen hoch komplexe Network-Management-Funktionen. Dazu gehören Filterfunktionen, Firewall-Dienste, Netzwerkadressenübersetzung (NAT) sowie spezielle Driver, die als Application Level Gateways (ALGs) bezeichnet werden. ALGs ermöglichen beispielsweise Gaming- und Dateiübertragungsanwendungen eine sichere, effiziente Kommunikation. Die meisten DSL-Routern enthalten ein WLAN-Modem, um die Verbindung von Geräten mit Wireless LANs (WLANs) zu aktivieren. Administratoren können in der Regel Zugangsrechte für Geräte konfigurieren, die auf ihrer Geräteadresse basieren. Bestimmte Router können zudem Zugangszeiten für Geräte festlegen. DSL-Routern umfassen meist WLAN-Verbindungsprotokolle, Sicherheits- und Verschlüsselungsprotokolle (WEP, WPA und WPA2). In Konkurrenz zu Glasfaserverbindungen haben DSL-Chiphersteller vor Kurzem auf bestehenden Infrastrukturen DSL-Verbindungsgeschwindigkeiten von bis zu 1 Gbit/s erzielt. Für Heimanwendungen sollen solche Geschwindigkeiten 2016 verfügbar sein und den Download eines Films in weniger als einer halben Minute ermöglichen.

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